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φιλοφροσύναι, vgl. Jon. El. 1 (Bergk p. 426) τοῦ Γαλίαι φίλα τέκνα φιλοφροσύναι τε χοροί τε. Von der Phantasie sagt Göthe, Meine Göttin: ich geb ihn der ewig beweglichen, immer neuen, seltsamen Tochter Jovis, seinem Schoosskinde, der Phantasie. Eur. inc. fr. 125 (Wagner p. 468) ó tñs Τύχης παῖς κλῆρος. Rein personifcirend nennt Sophokles die göttliche Orakelstimme, weil sie durch Hoffnung auf Hülfe veranlasst war, das Kind der goldnen Hoffnung: OT. 158 εἰπέ μοι, ὦ χρυσέας τέκνον ἐλπίδος, ἄμβροτε φάμα. Hyperides bei Stob. 124 p. 616 nennt die aivoi taïdes, indem er von den Gutdenkenden sagt: ὅσοι γὰρ αὐτῶν ἄπαιδες τετελευτήκασιν, οἱ παρὰ τῶν Ἑλλήνων ἔπαινοι παῖδες αὐτῶν ἀθάνατοι ἔσονται. Sententios Aesch. Εum. 525 δυςoεpias μèv vßois réxos, vgl. Inc. tr. fr. 121 (Wagner) τns δειλίας γὰρ αἰσχρὰ γίγνεται τέκνα. Vgl. τέκνωμα: Aesch. fr. 377 (Herm. 1 p. 400) τῷ πονοῦντι δ' ἐκ θεῶν ὀφείλεται τέκνωμα του πόνου κλέος. Das Orakel bei Herodot 8, 77 sagt: Δια δίκη σβέσσει κρατερὸν κόρον, ὕβριος υἱόν. Die Scham ist das Kind des Tadels: Eumath. p. 27 aidos naïs ¿héyxwv. Vgl. Shaksp. Troil. 3, 2 (Del. p. 65), wo die Scham ein einfältiges Kind genannt wird (shame is a baby). Vgl. Lenau, Faust p. 181: Bis ich den Jammerbalg erschlug, die Reue. Shaksp. Jul. Caes. 5, 3 (Del. p. 95) o hateful error, melancholy's child, vgl. Göthe, Jahreszeiten, Sommer 58: Fremde Kinder, wir lieben sie nie so sehr als die eignen, Irrthum, das eigene Kind, ist uns dem Herzen so nah. Die Liebe ist ein eigensinniges Kind: Shaksp. Two gentlemen 1, 2 (Del. p. 17) how wayward is this foolish love, that like a testy babe, will scratch the nurse, and presently all humbled, kiss the rod. Vgl. Rückert, Gedichte p. 454: Der Liebe Leben ist schnell vollbracht; es keimet, es reift in einer Nacht; frühmorgens erwacht, noch eh' du's gedacht, hüpft's Kindlein frisch durch Blüthengebüsch und reget die Glieder mit Macht, mit Macht. Kommt's Abendroth, ist's Kindlein todt. Shaksp. Makb. 4, 3 (Del. p. 104) this noble passion, child of integrity. Ibid. 1, 4 (Del. p. 32) our duties are to your throne and state children and servants. Der Schmerz wird als ein Embryo angesehen bei Shaksp.

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Hense, Poet. Pers.

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K. Rich. II 2, 2 (Del. p. 47): so, Greene, thou art the midwife to my woe. Rückert, Gedichte p. 29: Dann wird das rege Wiegenkindlein Schmerz im Busen endlich schlafen. Vgl. ibid. p. 559: Dann gehn die Augenlider dem Kindlein (dem Leide) wieder zu. — Geibel, Juniuslieder p. 207: Es wird aus deines Schoosses dunklem Gähren die Eintracht wie ein lächelnd Kind erstehen. Lenau, Gedichte 1 p. 49: Hab' ich das süsse Kind (die Hoffnung) erschlagen. Aesch. Αg. 369 βιᾶται δ' & τάλαινα πειθὼ προβουλόπαις (,, vorgängiger Ueberlegung Tochter") ἄτας. Vgl. noch Aesch. Sept. 637 ἀλλ ̓ οὔτε κλαίειν οὔτ ̓ ὀδύρεσθαι πρέπει, μὴ καὶ τεκνωθῇ δυσφορώτερος γόος. Pind. Nem. 8, 16 σὺν Θεῷ γὰρ φυτευθεὶς ὄλβος παρμονώτερος. Die Strafe des Meineids wird Όρκου πάϊς genannt in dem Orakel bei Herodot. 6, 86 θάνατός γε καὶ εὔορκον μένει ἄνδρα. Αλλ' ὅρκου πάϊς ἐστὶν ἀνώνυμος, οὐδ ̓ ἔπι χεῖρες, οὐδὲ πόδες· κραιπνὸς δὲ μετέρχεται, εἰσόκε πᾶσαν συμμάρψας ὀλέσῃ γενεήν.

Von den Briefen des Julian sagte Libanius, Epitaph. 1 p. 624 (angeführt von Jac. Anth. 13 p. 7): παῖδας τούτους ἐκεῖνος ἀθανάτους καταλέλοιπεν, οὓς οὐκ ἂν ὁ χρόνος δύναιτο ἐξαλεῖψαι.

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4. Bemerkenswerth ist τέκνον in der zweifelhaften Stelle des Simonides fr. 153 (Bergk p. 790): πατρίδα κυδαίνων ἱερὰν πόλιν Ὦπις Αθάνας, τέκνον μελαίνης γῆς, χαρίεντας αὐλοὺς ἀνέθηκε, νο τέκνον von Jacobs Anth. 6 p. 246 auf αὐλούς bezogen wird. Die Geburt und Schicksale der Lampe werden erzählt bei Arist. eccl. 3 γονάς τε γὰρ σὰς καὶ τύχας δηλώσομεν. Von einem Spiesse sagt Plaut. rud. 5, 2, 15: nam quidem hoc Vere natum est verum : ita in manibus consenescit.

68. Θυγάτηρ, κόρη, ἔκγονος, filia, filiola.

1. Unter den Naturerscheinungen heisst in mythischer Neuerung Selene die Tochter des Helios bei Eur. Phoen. 175: ὦ λιπαροζώνου θύγατερ Αλίου Σεληναία, mythisch ist auch Ἔρσα Διὸς θυγάτηρ καὶ Σελάνας δίας bei Alcman, fr. 32

(Bergk p. 547). Die Wolken werden Töchter des Meeres genannt von Lenau, Gedichte 1 p. 248: Der Töchter Kummer hat sie aufgestört aus ihrem Schlummer (die See). Schiller, Berglied: Drauf tanzen, umschleiert mit goldenem Duft, die Wolken, die himmlischen Töchter. Geibel, Juniuslieder p. 373: Schweifst du noch immer dort oben, du von den Töchtern des Himmels mir die freundlichste, Abendröthe? - Die Meeresstille (Tan), bei Hesiod. Theog. 244 Tochter des Nereus, ist bei Eur. Hel. 1457 des Pontos Tochter: yλavxà ПTóvtov θυγάτηρ Γαλάνεια. Euripides Bacch. 515 redet die Dirke an: Αχελώου θύγατερ, εὐπάρθενε Δίρκα. In einem anmuthigen Fragmente des Sosicrates bei Meineke, fr. com. 4 p. 591 heisst die Luft die Tochter des Scironischen Gebirgs: λεπτὴ δὲ κύρτοις ἐγγελῶσα κύμασιν αὔρα, κόρη Σκείρωνος. Ans der Pflanzenwelt wird der Rettig durch

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nificirt Epigr. inc. 570 (Jac. Anth. 4 p. 237): πλατýævλλος τιμωρὸς μοιχῶν γῆς θυγάτηρ άφανος. In dem Rathselstile, wie ihn die mittlere Komödie liebt, heisst bei Antiphan. Aphrod. 1, 8 (Meineke 3 p. 27) das Mehl die Tochter der heiligen Ceres: ἁγνῆς παρθένος Δηοῦς κόρη. Ebenso Eubul. Orth. 10 (Mein. 3 p. 242) μεμαγμένη δὲ Δήμητρος κόρη. Von den Perlen sagt Rückert p. 125: An ihr hangen Meerestöchterchen, die runden. Die Insel Delos, als Göttin gedacht, wird von Pindar. pros. fr. 1 (Dissen) angeredet: zaio', w θεοδμάτα, λιπαροπλοκάμου παίδεσσιν Λατοῖς ἱμεροέστατον ἔρνος, πόντου θύγατερ, Kamarina ist Ὠκεανοῦ θυγάτηρ bei Pind. Ol. 5, 2. Vgl. Hölderlin, Archipelagus: Deiner Töchter, o Vater (Archipelagus), deiner Inseln ist noch, der blühenden, keine verloren. Von Ländern Hölderlin 1 p. 85: Dich, Glücklicher, umfing die Riesentochter der schaffenden Natur, Helvetia. Vom Podagra sagt Hedyl. 10 (Jac. Anth. 1 p. 235): λυσιμελοῦς Βάκχου καὶ λυσιμελοῖς Αφροδίτης γεννᾶται θυγάτηρ λυσιμελὴς ποδάγρα.

2. In dem Räthsel des Kleobulus von Lindus (Jac. Anth. 1 p. 52) heissen die Monate die Kinder des Jahres, welches der Vater ist, die Töchter der Monate sind die Tage und Nächte: εἷς ὁ πατήρ, παῖδες δὲ δυώδεκα· τῶν δὲ ἑκάστῳ κοῖραι ἑξήκοντα διάνδιχα εἶδος ἔχουσαι· αἱ μὲν λευκαὶ ἔασιν

ἰδεῖν, αἱ δ' αὖτε μέλαιναι, ἀθάναται δέ τ' ἐοῦσαι ἀποφθι νύθουσιν ἅπασαι.

3. Die Personification der Abstracta durch θυγάτηρ kommt in mythischer Form häufig bei Pindar vor. Wie bei Soph. OC. 40 die Erinyen Iῆς τε καὶ Σκότου κόραι heissen, bei Alcman fr. 46 (Bergk) Τύχα Προμαθείας θυγάτηρ, το ist bei Pindar Ol. 11, 4 Αλάνεια θυγάτηρ Διός, (vgl. Aesch. Ch. 936 Διὸς κόρα Δίκα), vgl. Pind. Οl. 8, 81 Ερμᾶ Αυγάτης Αγγελία, Οι. 9, 16 ἂν Θέμις θυγάτηρ τέ οἱ Σώτειρα λέλογχεν μεγαλόδοξος Εὐνομία, Pyth. 8, 1 φιλόφρον Ασυχία, Δίκας ὦ μεγιστόπολι θύγατερ, Οl. 13, 6 ἐν τῷ (Korinth) Ευνομία ναίει, κασίγνηταί τε, βάθρον πολίων ἀσφαλές, Δίκα καὶ ὁμότροπος Εἰράνα, ταμίαι ἀνδράσι πλούτου, χρύσεαι παῖδες εὐβούλου Θέμιτος. Der Aphrodite Tochter ist Peitho bei Sappho (O. Jahn, Peitho p. 8): Σαπφώ δέ φησι τὴν Πειθώ Αφροδίτης θυγατέρα. Die Musen sind Töchter der Mnemosyne nach Aristot. eleg. 7, 15 (Bergk), des Himmels nach Dosiadas bei Jac. Anth. 1 p. 202 (Οὐρανοῦ ἔκγονοι), des Himmels und der Erde nach Alcman bei Diodor. 4, 7: ὀλίγοι δὲ τῶν ποιητῶν, ἐν οἷς ἐστὶ καὶ Ἀλκμάν, θυγατέρας ἀποφαίνονται Οὐρανοῦ καὶ Γῆς. Vgl. Orph. hymn. 76, 1 Μνημο σύνης καὶ Ζηνὸς ἐριγδούποιο θύγατρες. Crates 1, 1 (Bergk) Μνημοσύνης καὶ Ζηνὸς Ὀλυμπίου ἀγλαὰ τέκνα, Μοῦσαι Πιερίδες. Der Musen Töchter sind durch freie Personification die Gesänge bei Pindar Nem. 4, 3: αἱ δὲ σοφαί Μοισᾶν θύγατρες ἀοιδαί. Dioscorides 25, 9 (Jac. Anth. 1 p. 251) θεοῖς ἴσας γὰρ ἀοιδὰς ἀθανάτας ἔχομεν σὰς (der Sappho) ἔτι θυγατέρας. Vgl. Antiphilus 11, 1 (Jac. Anth. 2 p. 157) αἱ βίβλοι θυγατέρες Μαιονίδεω. Aehnliches bei Plato, vgl. Jac. Anth. 7 p. 392. Vgl. Rückert, Gedichte, wo die Lieder die Kinder sorgloser Eltern (des Mangels an Gedächtniss und der Vergesslichkeit) genannt werden. Geibel, Neue Gedichte p. 212: Aber die Tochter des heutigen Tags ist immer die Dichtkunst, aber die Mutter zugleich soll sie des künftigen sein. Bei Lenau, Faust p. 161 sagt Mephistopheles: Du treibst mir die Metapher in die Enge; sie aber wäre nicht mein Töchterlein, wenn sie sich nicht aus deiner Frage schlänge.

Höchst bemerkenswerth ist Pindar. fr. 122

(Dissen): Αλαλά, Πολέμου θύγατερ, vgl. Orph. hymn. 88, 4, wo Ares Νίκης εὐπολέμοιο πατήρ genannt wird. Pindar. Pyth. 5, 25 των Επιμαθέος, ὀψινόου θυγατέρα πρόφασιν. Wichtig Epicharmus bei Orelli zu Hor. Serm. 2, 6, 27 : ἐγγύα θυγάτηρ μὲν ἄτας, ἐγγύας δὲ ζημία. Die Luxuria nennt die Inopia ihre Tochter bei Plaut. Trin. Prol. 1 und spricht zu ihr: Sequere huc me, gnata, ut fungaris munus tuum.

Interessant ist Crates Theb. 1, 4 (Jac. Anth. 1 p. 119): χαῖρε θεὰ δέσποιν, ἀνδρῶν ἀγαθῶν ἀγάπημα, Ευτελίη, κλει νῆς ἔκγονε Σωφροσύνης· σὴν ἀρετὴν τιμῶσιν ὅσοι τὰ δίκαι ἀσκοῦσι. Arist. fr. (Mein. 2 p. 1065) Γεωργία Εἰρήνης θυ γάτηρ. Holderlin 1 p. 28 von der Hoffnung: Ο du des Aethers Tochter! erscheine denn aus deines Vaters Gärten. Göthe, Iphigenie p. 45: So steigst du denn, Erfüllung, schönste Tochter des grössten Vaters endlich zu mir nieder! Geibel, Neue Gedichte p. 3: Was mir so frisch mit unsichtbarem Fittich die Stirne rührt, bist du's endlich, Himmelstochter Genesung! Schiller: Freude, Tochter aus Elysium.

4. Gegenstände mechanischer Art werden durch xóon und filia personificirt. Ein Schiff, Ναυφάντη genannt bei Arist. eq. 1309, nennt sich selbst Tochter des Nauson (Navφάντης γὲ τῆς Ναύσωνος), vgl. Hor. carm. 1, 14, 12 pontica pinus, silvae filia nobilis. Der Schlauch mit Wein wird bei Arist. Thesm. dadurch personificirt, dass er für eine Tochter von der Mika ausgegeben wird: daher sagt Mnesilochus 733: ἀσκὸς ἐγένεθ ̓ ἡ κόρη οἴνου πλέως, καὶ ταῦτα Περσικὰς ἔχων. Vgl. auch die Worte der Mika 754: δός μοι τὸ σφάγιον Μανία, ἵν' οὖν τὸ γ' αἷμα τοῦ τέκνου το μοῦ λάβω. Die Flasche wird θυγάτηρ genannt von Mars. Argent. 21, 1 fg. (Jac. Anth. 2 p. 247): Κύπριδι κεῖσο, λάγινε μεθυσφα λές, αὐτίκα δῶρον κεῖσο, κασιγνήτη νεκταρης κύλικος, βακχιάς, ὑγρόφθογγε, συνέστιε δαιτὸς ἐΐσης, στειναύχην, ψήφου συμβολικῆς θύγατερ. Den Tiegel nennt Xenarch bei Meineke fir. com. 3 p. 614 die Tochter der Topferscheibe: τῆς τροχηλάτου κόρης πίμπλησι λοπάδος στεῤῥοσώματον κύτος. Vgl. Critias, welcher bei Athen. 1 p. 28 ein Thongefäss τροχοῦ ἔκγονον nennt (bei Meineke l. 1.). Ein Tisch heisst bei Martial. 14, 90 filia silvae Maurae, hochst geziert werden

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