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Al is commune to zung and old,

To stoute and sterne, mek and bold. 65 per is a cloister fair and lizt,

Brod and lang, of sembli sizt.
Þe pilers of þat cloistre alle
Beħ i- turned of cristale,

with har bas and capitale
70 Of grene jaspe and rede corale.

In þe praer is a tre
Swipe likful for to se.
Þe rote is gingeuir and galingale,
Þe siouns beș al sedwale,

Trie maces beș pe flure,
Þe rind, canel of swet odur,
Þe frute, gilofre of gode smakke.
Of cucubes per nis no lakke;
per bep rosis of rede ble,
And lilie likful for to se;
Pai faloweþ neuer day no nizt;
þis azt be a swete sizt.
Þer bep .iiij. willis in þe abbei
Of triacle and halwei,
Of baum and ek piement,
Euer ernend to rizt rent

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V. 45.

8. 0. A. N. $13. Das französische Gedicht lässt von gedeckten Tischen alles beliebig nehmen. Si puet l'en et boivre et mangier Tuit cel qui vyelent sanz dangier; Sans contredit et sanz deffense Prent chaseuns quanque son cner pense

66. sembli statt semely, semly, seemly. Cf. How semly he were Morris Allit. P. B. 209. Die Einschiebung des b nach m ist nicht auffallend. 67. cloistre. cloister Wr. 69. har bas, their base. har - las FURNIV., harlas Wartox I. 9, Wr. und COLERIDGE Gloss. Ind. V. Der Letztere erklärt dies Wort durch plinth und leitet es vom afr. orle, bord, woraus unmöglich eine solche Wortform entstehen konnte. Unsere Verbesserung erscheint uns natürlich. Cf. Jasper hyyt pe fyrst gemme pat I on pe fyrst basse con wale MORRIS Allit. P. A. 998. 70. jaspe, jasper. Cf. Morris Allit. P. A. 998. Das Substantiv ohner entspricht dem fr. jaspe, lat. iaspis, gr. idonis, und ist die ältere englische Form. Jaspe, stone, Jaspis Promet. Parv. 71. praer, meadow. Cf. Pyched on a prayeré GAWAYNE 768, afr. praerie, praierie. 73. gingeuir and galingale, ginger and galangal. Beide spielen in der alten Kochkunst lange eine bedeutende Rolle und werden oft zusammen genannt: Gingiver and galingale GY OF WARWIKE p. 124. For shit with galyngale and gode gyngere Morris Lib. Cure Cocor. p. 8. Take powder of galingale and temper with alle Powder of gyngere p. 30. Im Alte. findet man neben galingale auch ganingale wie im Afr. garingal. Tart and galyngale Cuauc. C. T. 383. Ganingale ur galyngale spyce. Galanga Prompt. L'arv., afr. Le garingal qui est le plus vermeil en la taille, est le meilleur LE MENAGIER DE Paris (gegen a. 1393) Paris 1846 II. 230. Nota que les noix muguettes, macis et garingal font douloir la teste II. 236. Der Wurzelstock der ostindischen Galgant - Alpinie, Alpinia galanga, liefert die ächte Galgantuurzel, welche als Gewürz dem Ingroer nahe verwandt ist; beide gehören auch zu den Arzneipflanzen. 74. siouns, scions; shoots, fr. scion von scier, afr, sier, seier, soier, secare. sedwale, sonst auch setewale , zedoary. Cf. As swete as is the roote Of lokorys, or eny cetewale ChacC. C. T. 3206. The licorys and the cele wale 15172. Canell, and setewale of pris 1B. Rom. of the Rose 1370. Fykes, reisyn, dates, Almaund rys, pommegarnates, Kanel, and sete wale Ge oF WARWIKE p. 421. Setuale, or seduale, herbe (setwale, K., setwaly, P.), Zedoarium Prompt. Parv. Neuere Lexikographen wie HALLIWELL, Wright und COLERIDGE erklären sedwale für Baldrian, Valeriana, zum Theil mit Berufung auf das neue. setwall, setwell, wofür das problematische ags. sydevale nach SOXNER angerufen wird. Wie es sich auch mit dem neuenglischen Worte verhalten mag, so passt der Baldrian schwerlich in die Reihe der von unserem Dichter angeführten Gegenstände; dagegen tritt mit Recht zu den berührten Würzmitteln, die vom Zerümbet gelieferte aromatische Zittwerwurzel (vgl. ital. redoaria, zettorario), welche schon von JACOB. DE VITRIACO († 1240) in ähnlicher Verbindung angeführt wird: Sunt et aliæ arbores, quarum radices sunt zinziber, galanga et zedoaria, quæ vulgariter citouart appellatur Hist. Hierosol. c. 85. Die Umgestaltung des Wortes durch die Verwandlung von r in l kann nicht auffallen. 75. Trie s. 19. Tre WR. 77. gilofre, gillyflower, cf 110. Clowe, gilofre, and licorice Chacc. Rom. of the Rose 1368. Clowes of gylofre MAUNDEV. p. 51. Cloves of gelofer Morris Lib. Cure Coc. p. 26. Gyllofre, herbe. Gariofilus PROMPT. Parv., prov. fr. girofle, lat. caryophyllum, garyophyllon. 78. cucubes, cubebs. Auffallend ist die vertauschte Reduplikation des arab. kababat, sp. Pg. prov. cubeba. 79. ble, colour.

82. azt, ought. swete. swet[e] FURNIV., cf. swete sizle 25. 83. willis, wells. Cf. Forð to bere welle (To pon ilke wille j. T.) LA;. II. 406. þa wenden to þere welle (po wende to pan wille j. T.) II. 408. Soch fis in wille II. 472 j. T., ags. vell, dyll, fons. 84. triacle, theriac, ein häufig im Mittelalter erwähntes Heilmittel, als ein spcifisches Mittel gegen Schlangengist und Gift überhaupt. tereacle Wr., afr. triacle, lat. theriace, gr. Ingrazň. halwei s. BESTIARY V, 749. 85. piement, spiced wine. Gewürzter Wein unter diesem Namen, mlat. pigmentum, afr. pigment, piment, picument, piument, mhd. pigmente, pimente, ist im Mittelalter überall beliebt. Er wird schon frühe in England erwähnt: Vor piment of swete huni luue, eisil of sur nið Ascr. RIWlE p. 404. Näheres s. in WB. Vgl. C'est fine véritez provée Qu'en la terre benéurée Cort une riviere de vin Fall. De Coqc. v. 57. 86. 87. ernend, runding. to rizt rent.. al pe molde. Nach rent, welches er durch course, gleich Coleridge Gloss. Ind. v. (stream, course), erklärt, setzt WARTON I. 9 ein Semikolon, und mit Bezug auf unsere Stelle führt ETTHÜLLER Lex. A. S. p. 257, erer ernend to right rent (@fre irnende rihtum rente!) nach Hickes Thes. I. 232, 38, unter einem ags. rent, cursus, an, wie Bosworth v. nach Lye, der demselben die Bedeutungen 1) course, 2) rent, hire, giebt. Das ags. Wort ist problematisch; könnte es aber auch hier in der angegebenen Bedeutung gebraucht werden, so würde die Stelle dadurch wenig Licht erhalten und v. 87 völlig in der Luft schweben, da dieser Vers schwerlich mit den folgenden verbunden werden kann. Wir vermuthen, dass al pe molde, the whole earth, country, sich als Datiy zu rizt rent verhält, worin wir rizt für das Zeitwort, rent für Rente, Tribut nehmen, d. i. um den Tribut der Ströme für die ganze Landschaft anzuordnen, dem ganzen Lande gleichmässig zu verteilen. Rent ist frühe in allgemeinerer Bedeutung in das Englische aufgenommen: Trusseaus, & purses, baggen, & packes beoð alle eorðliche weolen, & worldliche renten ANCR. Rıwle p. 168. Bi his rente his lyf lede 8T. EDM. TUE CONFESS. 386, afr. rente. mold, ags. molde, terra.

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Of þai stremis al þe molde.
Stonis preciuse and golde:

Per is saphir and vniune, 90 Carbuncle and astiune,

Smaragde, lugre, and prassiune
Beril, onix, topasiune,
Ametist and crisolite,

Calcedun and epetite.
95 Þer bep briddes mani and fale:

prostil, þruisse, and ni{tingale, p. 159. Chalandre and wodwale,

And oper briddes wibout tale,

pat stintep neuer by har mixt 100 Miri to sing dai and nizt.

Zite I do zow mo to witte:
Þe gees irostid on pe spitte
Fleez to þat abbai, god hit wot,

And gredip “gees al hote, al hot!" 105 Hi bringeb garlek gret plente,

Þe best idizt þat man mai se.
Þe leuerokes þat bep cuḥ

Liztiþ adun to man-is muß,
Idizt in stu ful swipe wel,
Pudrid wiþ gilofre and canel.
Nis no spech of no drink,
Ak take inoz wiþ- vte swink.
Whan þe monkes geeń to masse,
All þe fenestres þat beb of glasse
Turnep in to cristal brizt,
To ziue monkes more lizt.
When þe masses beþ isejid,
And þe bokes up ileiid,
pe cristal turniþ in to glasse,
In state þat hit raper wasse.

Þe zung monkes euch dai
Aftir met goþ to plai.
Nis þer hauk no fule so swifte,
Bettir fleing bi pe lifte,
Þan þe monkes heiz of mode
Wiþ har sleuis and har hode.
Whan þe abbot seep ham flee,
Þat he holt for moch glee,

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88. Stonis etc. Wir müssen die Worte per bep 83, fortwirkend denken. 89. vniune, pearl, lat. unio. 90. astioune. Diesen Edelstein zu bestimmen mag kaum gelingen; es könnte der bei Plixius 37, 48 angeführte astrios, crystallo propinqua, sein, und etwa aus astriune korrampirt. 91. Ingre, ligare Exod. 28, 19, gr. duyzovorov, 21yxovpiove dvygodnior, Lyncurer Luther, etwa ein Hyacinth oder Zirkon. prasslane, chrysoprase. prassinne We. Crysopase Morris Alit. P. A. 1012, gr. Zougóvagos. 92. topasiane, topaz, topassinne We. Over golde and topazion Ps. 118, 127. Topazyons PLAY OF THE SACRAMENT 168. Topasye MORRIS Allit. Ρ. Α. 1011, gr. 1όπαζος, τοπάζιος und τοπάζιον, 93. Ametist, amethyst. Amatyst Morris Alit. P. A. 1015. Of precious stones or of amatystes MA UNDEV. p. 218. Amatystis ryche PLAY OF THE SACRAM. 161, gr. duélunos. 94. opetite, lat. hepatitis Plin. 37, 71, gr. nariins hilos, ein leberähnlicher Edelstein, wohl nicht neue. apatite, Apatit, phosphorsaurer Kalk, von endin, Betrug, weil er lange mit Schörl, Beryll etc. verwechselt wurde. epatite We. 95. briddes, birds. Es sind eigentlich die Jungen: Fret al pet of hwat heo schulde uorð bringen hire cwike briddes Ancr. Riwle p. 66. Of his eyre briddes y-rajte 0. A. N. 106, 1B. 107, 111. Þe turtil.. with his briddes Ps. 83, 4. Dann die Vögel überhaupt: peo briddes fleoð wel pet habbeð latel flesch ANCR. RIWLE p. 132. Of briddes and of beestes P. PLOUGAM. 7691. Til briddes brynge us That we sholde lyve by 10239. As briddes doon that men in cage feede Chauc. C. T. 10925, ags. bridd, pullus. mani and fale. Diese Verbindung der Synonyma ist vielen anderen analog. 97. Chalandre, lark, alauda calandra. Sie wird von laverock unterschieden: There mighte men see many flockes Of turtles and laver ockes, Chelaundres fele saw I there Cracc. Rom. of the Rose 661. COLERIDGE erklärt das Wort durch goldfinch, wohl ohne weiteren Anbalt. fr. calandre, espèce d'alouette, it. calandra, gr. xahce vdpa, yaddvdoe. wodwale, woodpecker. Thrusche, and throstle, and wudewale 0. A. N. 1657. Alpes, finches, and wodwales CHAUC. Rom. of the Rose 658. Wodewale, bryd, idem quod Reyne fowle Peompt. Parv. Wodehake, or reyne fowle Picus 16. 99. stintep, stop, cease. 100. WARTON I. 9 nimmt nach dieser Zeile auf Grund einer Anmerkung von neuerer Hand in dem MS. eine Lücke an; ebenso glaubt FURNIVALL, dass hier einige Zeilen ausgefallen sind, wozu nichts veranlassen kann. 103. Fleez. Hier vertritt 3 das Lautzeichen þ, welches sonst dem Plural zukommt, cf. fleep 132, 134, 140. Dieser Vertauschung begegnen wir häufig; vgl. Pop. SCIENCE 146. 104. gees al hote. Dieser Ruf erinnert an die Anpreisung der Kochwaaren durch die Verkäufer: Cokes and hire knaves Cryden, " Hote pies, hotel Goode gees and grys! Gowe dyne gowe ! P. PLOUGIM. 448. 105. garlek, garlic. Der Knoblauch gehört wesentlich zu den Substanzen, womit die Gänsesauce bereitet wird. Im Liber Cure Cocorum p. 29, wird die Bereitung von Garncel for the gose näher beschrieben. Par les rues vont rostissant Les crasses oes et tornant Tout par eles, et tout ades Les suit la blanche aillie après FABL. DE Coqr. 37. 106. Þe best idist, the best dressed. Diese Worte beziehen sich auf die Bereitung des Knoblauchs. Cf. Idigt in stu 109. Thanne may I dighte thi dyner P. PLOUGRY. 4383. 107. lederokes, larks. Laverockes Cuauc. Rom. of the Rose 662. Laceroc gray Lib. Cure Coc. p. 36, ags. lâferc, lâverc, alauda. bep cup. Furniy, hat best cup, während Wright beth statt best bietet, welches in Verbindung mit einem Präteritum cup keinen entsprechenden Sinn giebt. In bep cup entspricht cup dem ags. cud, familiaris, nhd. freundlich, zuthulich.

109. stu, entspricht in mehreren Bedeutungen dem neue. stew; an dieser Stelle muss es aber, in Verbindung mit in, nicht sowohl von dem gedämpften (gestoften) Fleische, als von dem Gefässe (stewpan), oder von der Dampfhitze gebraucht sein. Vgl. nfr. mettre du reau etc. à l'étuvée; übrigens s. d. WB. 110. canel, cinnamon. Neben zahlreichen anderen Gewürzen ist der Zimmt im Mittelalter in der Kochkunst sehr beliebt: Gingere, and grein de Paris, Canell, and setewale of pris Chate. Rom. of the Rose 1369. Take powder .. And galingale ginger and canel rownde Lib. Cure Coc. p. 26. Pare gynger and canel gode per to p. 28, prov. canela, fr. cannelle. 113. geep, go, cf. geth 145, neben gop 122. 118. ap ileiid, laid up, aside. 123. fule, fowl, bird. 124. bi pe lifte, in the air. Heoffne annd lift annd land annd sæ Oru Hom. 3684. Above in the liste Pop. SCIENCE 204. Nou is ther up in the lifte a swithe cold stede 205. Sitte..bi the lifte an hez 18. 127, ags. lyft, aer. Ueber die Präposition bi, 8. MÄTZNER Gr. 2, 1, 393. 125. heiz. Leg WR. 128, holt holdeth, holds.

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p. 160.

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170 p. 161.

Ak naþeles al þar amang 130 He biddip ham lizt to eue - sang.

pe monkes liştiþ nozt adun, Ac furre fleep in o randun. Whan pe abbot him iseep

Þat is monkis fram him fleep,
135 He takep * a * maidin of Þe route,

And turniþ vp her white toute,
And betiþ þe taburs wiþ is hond,
To make is monkes lizt to lond.

Whan is monkes þat iseep, 140 To þe maid dun hi fleep,

· And geþ þe wench al abute, And þakþep al hir white toute, And siþ aftir her swinke

Wendith meklich hom to drinke, 145 And geth to har collacione

A wel fair processione.

Anoper abbei is þerbi,
For soth a gret fair nunnerie,

Up a riuer of swet milke, 150 Whar is plente grete of silk.

Whan þe somer-is dai is hote,
pe zung nunnes takith a bote,
And doth ham forth in that riuer

Bothe with oris and with stere. 155 When hi beth fur from the abbei,

Hi makith ham nakid for to plei,
And lepith dune in- to the brimme,
And doth ham sleilich for to swimme.
Þe zung monkes þat hi seeth,

Hi doth ham up, and forý hi fleep,
And commiþ to be nunnes anon,
And euch monke him taketh on,
And snellich berith forth har prei
To the mochil grei abbei,
And techith the nunnes an oreisun
With iambleue vp and dun.
Þe monke þat wol be stalun gode,
And kan set a-rizt is hode,
He schal hab wiþute danger

XII. wiues euche zere,
Al þroz rizt and nozt þroz grace,
For to do him silf solace;
And þilk monk þat clepiþ best
And dop his likam al to rest,
Of him is hoppe, god hit wote,
To be sone uadir abbot.

Whose wl com þat lond to,
Ful grete penance he mot do:
Seue zere in swine - is dritte
He mot wade, wol ze i- witte,
Al anon up to be chynne
So he schal pe londe winne.

Lordinges gode and hend,
Mot ze neuer of world wend,
Fort ze stond to zure cheance,
And fulfille þat penance,
þat ze mote þat lond ise,
And neuer more turne a-ze.
Prey we god, so mote hit be
Amen, per seinte charite.

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SONG AGAINST THE KING OF ALMAIGNE.

Eine Reihe politischer Dichtungen in altfranzösischer, altenglischer und lateinischer Sprache, die den Kampf umfassen, welchen die englischen Barone gegen König Heinrich III. (1216—1272) um die Aufrechterhaltung der Landesverfassung führten, bis zum Tode ihres Vorkämpfers Si

130. ene-sang. euen-sang Wr. 132. furre, s. 1. furte Wr. in o randun, in a hurry, in haste. into randon COLERIDGE p. 65. randun, sonst auch randoum. He rod to him with gret randoum BEVES OF HANTOUN p. 139. Thei rennen to gidre a gret randoum MAUNDEV. p. 235, afr. randon, impétuosité. 133. him ist ein ethischer Dativ Sing.

135. a haben wir als unentbehrlich einge fügt. route, road. Dies Wort sonst gewöhnlich für company gebraucht, ist frühe auch in der angegebenen Bedeutung in das Englische eingedrungen: He ne etstont nout ase foles doð, auh halt forð his rute & hied toward his giste ANCR. RIWLE p. 350, mlat. ruta, platea Du Cange; wie nfr. route von lat. rupta. 136. toute, fundament, backside. The hoote cultre brente so his toute Chacc. C. T. 3810. Nicholas is skaldid in his toute 3851. Kys the devillis toute Town. M. p. 9. Go grese thi shepe under the toute 1B., cf. altn. túta, prominentia; tütr, corpus crassum, homuncio; tútna, tumescere; tútinn, tumidus. 137. pe tabours i. e. pe toute of Þe maidin. the tabure Wr. 142. pakkep, stroke, ags. paccjan, palpare, demulcere. 143. sib, since, then, 152. bote, boat, cf. bot Rel. Ant. II. 82, ags. bât, linter. 153. doth ham forth, cf. doth ham .. for to swimme 158. Hi doth ham up 160. 154. oris, oars, ags., altn. ôr, remus. stere, helm. That is to me my sayl and eek my steere CHAUC. C. T. 5253, ags. stiór, steór, gubernaculum. 157. brimme, water, ags. brim, unda, mare. 159. monkes. monkep Ms. hi ist hier der Akkusativ der Mehrzahl, s. 0. A. N. v. 852. 163. snellich, quickly. 166. iamblene, gambolling. Die Endung des Wortes, welches auf afr. jambe, gambe, weiset, ist auffallend, die Bedeutung nicht zu verkennen. 167. stalan, stallion, afr. estalon, étalon. 168. set a-rizt is hode. Dieser Ausdruck scheint auf die geschickte Benutzung der Mönchskutte im Verkehr mit Weibern zu gehen. Vgl. Nucomeð forð a feble mon, & halt him pauh heihliche, if he haueð enne widne hod & one ilokene cope, & wule iseon zunge ancren Ancr. RiwlE p. 56, wo freilich nur von der Gefahr der heiligen Männer die Rede ist. 169. wipute danger, without difficulty, vgl. afr. sans dangier, sans retard, volontiers. 173. clepip d. i. slepith, sleeps. Cf. Qui plus i dort, plus i gaaigne Fall. De Coqu. 26. Wie dar lancst slæpt, de wint meest Altp. BLÄTTER I. 66 v. 18. Ueber ähnliche Verwendung des c für s s. BEST. 648. 174. likam, body. 175. hoppe hope. 177. wl= wul, wil. 179. Sene, seven s. SARMUN v. 199. dritte, dirt. 185. Fort, until. For Furniy. Wr. Ohne die Zulassung anserer Konjektur bleiben die folgenden Zeilen ohne Zusammenhang. 188. & -ge, again, back. 190. per seinte pour seint WR.

mon von Montfort (1265), enthalten die von Th. Wright für die Camden Society 1839 herausgegebenen Political Songs of England p. 53--127. Dazu gehört der Song against the king of Alinaigne p. 69–71, welcher nach dem in die Zeit Eduard's II. (1307 — 27) gesetzten MS. Harl. Nr. 2253, fol. 58 vo, abgedruckt wurde und früher schon in Percy's Reliques of Ancient English Poetry (p. 90 ed. 1856) veröffentlicht war. Wright hat eine neuenglische Uebersetzung des Liedes unter dem Texte gegeben. Dies Lied mit seinem Kehrreim (Richard etc.) und Binnenreim (Richard.. trichard, Edward .. shreward) ist ein Spottlied, welches sich auf die am Mittwoch den 14. Mai 1264 gelieferte Schlacht bei Lewes in Sussex bezieht, deren für die Barone so glückliches Ergebniss es durch Verhöhnung der Besiegten verherrlicht. Seine Abfassung, wenn auch nicht seine Aufzeichnung, mag dem Ereignisse selbst der Zeit nach nicht ferne stehen, wie dies in der Natur politischer Lieder überhaupt liegt.

15

Wright Polit. S. p. 6
Sitteth alle stille ant herkneth to me:

The Kyng of Alemaigne wende do ful wel,
The Kyng of Alemaigne, bi mi leauté;

He saisede the mulne for a castel, Thritti thousent pound askede he

With hare sharpe swerdes he grounde the stel, For te make the pees in the countré,

He wende that the sayles were mangonel 5 ant so he dude more.

to helpe Wyndesore. Richard, thah thou be ever trichard,

Richard, etc. trichen shalt thou never more.

The Kyng of Alemaigne gederede ys host, Richard of Alemaigne, whil that he wes kyng, Makede him a castel of a mulne post,

He spende al is tresour opon swyvyng; Wende with is prude ant is muchele bost, 10 Haveth he nout of Walingford o ferlyng: Brohte from Alemayne mony sori gost Let him habbe, ase he brew, bale to dryng,

to store Wyndesore. maugre Wyndesore.

Richard, etc. Richard, thah thou be ever, etc.

p.70.

20

25

reich war,

2. Kyng Percy, Kyn Wr. Da sonst Kyng geschrieben ist (14, 20), dürfen wir wohl auch hier diese Form herstellen. Richard, der Bruder Heinrichs III, war 1257, mit Hülse ungeheurer Bestechung, zum Könige von Deatschland gewählt und hatte dadurch England in vielfach widrige Verhältnisse verwickelt. Er führte in der Schlacht bei Lewes eine Heeresabtheilung, 3. Thritti thousent pound etc. Die Barone hatten ihm vielmehr diese Summe angeboten, um den Frieden mit dem Könige auf die von ihnen gestellten Bedingungen zu vermitteln. 5. he dude more. Man muss zu dude aus dem Vorigen das Verb ask suppliren; sonst bleibt die Stelle unverständlich. 6. trichard, deceiver, traitor. In einem afr. Liede, Song of the Peace with England, in Wr. Polit. 8. p. 65 erscheint trichard als Spitzname Richard's: Le bon rai d'Ingleter se traina à. i. part, Li et Trichart sa frer irrous comme lipart; afr. tricher, tromper, décevoir. Der Vorwurf der Treulosigkeit mag sich darauf gründen, dass Richard, als er 1259 aus Deutschland kam, die 1258 zwischen dem Könige und den Baronen vereinbarten "Oxforder Provisionen," welche eine Bestätigung und Erweiterung der Magna Charta enthielten, so wie den Frieden seierlich beschworen hatte; auch könnte der Spottname sich zugleich darauf beziehen, dass Richard, welcher sehr

dem Könige fortwährend durch Anleihen zu Hülfe kommen musste, wofür ihm dieser einzelne Steuern überliess, und wobei er, der sonst Vermögen und Güter trefflich verwaltete, nicht eben zu kurz gekommen, oder dem Volke wucherhaften Gewinnes verdächtig geworden sein mag. 9. Swyvyng, fornication, zu svive, futuere, gehörend: How thou art swyeed y schalle telle SEUTN SAGES 137, s. Wb. In dem lat. Gedichte: The Battle of Lewes in Wr. Polit. S. p. 72 – 151 wird der königlichen Partei überhaupt der Vorwurf der Unsittlichkeit gemacht, v. 151 - 180. In ihrem Lager sollen gegen 700 unzüchtige Weibspersonen gewesen sein, v. 155, und der Dichter sagt: Esse ne victoria digni debuerunt, Qui carnis luxuria foeda sorduerant: Factis lupanaribus robur minuerunt, Unde militaribus indigni fuerunt, v. 163. Im Lager der Barone wurde eisrig gebetet. 10. of Walingford. Das Schloss Wallingford war Richard 1243 verliehen; hier feierte er seine Hochzeit, ward aber ebendaselbst nach der Schlacht bei Lewes gefangen gesetzt, woraus sich der Spott erklärt, ferlyng, surlong (ags. furhlang, furlung) Dacb WRIGHT; sollte es nicht die Nebenform von serping, farthing (cf. Cu. C. T. 134. Wrcu. Math. 5, 26. Marc. 19, 42. Luc. 21, 2) sein, wie ags. seorðling neben seórðing? 11. brew, brewed. Irrthümlich steht in Wright's Uebersetzung: brews. Es ist das Präterit. ags. bread, des starken Zeitwortes ags. breótan. I boughte hire barly. malt, She brew it P. PloughY. 2909. dryng = drynk s. Laj. 1. 14328. 12. Wyndesore. Das mit Fremden besetzte Windsor war die Veste der Königlichen; hier sammelte der König vor der Schlacht seine ganze Macht, und brachte, nachdem er bei Northampton einen Vortheil errungen hatte, die Gefangenen hieher, unter denen sich Simon von Montfort's Sohn befand. 14. wende, weened, tbought. Cf. 17. 15. Saisede, seized. Nach dem Verluste der Schlacht füchtete sich Richard in eine Windmühle, worin er sich verbarrikadirte und vertheidigte, bis er sich am Abend ergeben musste Chrox. Mauros. p. 196. R. of Gl. p. 547. mulne, mill, ags. mylen, mola. Cf. Nulne post 21. 16. With hare sharpe swerdes he etc. Die Form hare zwingt uns, he hier und im folgenden Verse für den Plural statt heo, hii zu nehmen, wie dies auch Wright thut, so dass der Uebergang von dem Könige zu seiner Truppe gemacht wird: with their sharp swords they ground the steel, they thought the sails had been mangonels WR. Das erste dieser beiden Bilder ist übrigens nicht eben klar. mangonel, afr. mangonnel, machine à lancer des pierres, steht hier für den Plural oder, wenn man will, kollektiv. 22. Wende, went. 23. sori gost, wretched soul.

p.71. 40

By God, that is aboven ous, he dude muche Sire Simond de Montfort hath suore bi ys cop, synne,

Hevede he nou here Sire Hue de Bigot, That lette passen over see the Erl of Warynne: Al he shulde quite here twelfmoneth scot, He hath robbed Engelond, the mores, ant th(e) Shulde he never more with his fot pot fenne,

to helpe Wyndesore. The gold, ant the selver, ant y- boren henne, Richard, etc. 30

for love of Wyndesore. Richard, etc.

Be the luef, be the loht, sire Edward,

Thou shalt ride sporeles o thy lyard Sire Simond de Mountfort hath swore bi ys Al the ryhte way to Dovere ward; chyn,

Shalt thou never more breke fore - ward, Hevede he nou here the Erl of Waryn,

ant that reweth sore: Shulde he never more come to is yn,

Edward, thu dudest ase a shreward, 35 Ne with sheld, ne with spere, ne with other gyn,

forsake thyn emes lore. to help of Wyndesore.

Richard, etc. Richard, etc.

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ROBERT OF GLOUCESTER'S CHRONICLE.

Robert, ein Mönch der Abtei zu Gloucester, lebte am Ende des dreizehnten Jahrhunderts und wohl noch im Beginn des vierzehnten. Ueber seine Lebensverhältnisse ist nichts Näheres bekannt. Er beginnt nach Lazamon eine neue Reihe von englischen Reimchronikern, welche

23. the Erl of Warynne, cf. the Erl of Waryn 33. Johann, Graf von Warenne, Gemabl einer Halbschwester des Königs, entfloh mit Hugo Bigod aus der Schlacht und ging nach Frankreich. Die Gereiztheit des Dichters gegen beide er klärt sich wohl auch daraus, dass der Letztere lange Zeit zur Partei der Barone gehört, der Erstere wenigstens geschwankt hatte. 31. Simond de Mountfort. Dies war ein Sohn des sogenannten grossen Simon IV., Grafen von Montfort - Amaury, des Siegers bei Muret im Albigenserkriege 1213. Die Ansprüche, welche dieser durch seine Mutter auf die englische Grafschaft Leicester hatte, wurden von Heinrich III. zu Gunsten des hier erwähnten jüngeren Sohnes anerkannt, der die Barone bei Lewes zum Siege führte. 34. yn, inn, lodging: 35. gyn. Wright übersetzt es durch contrivance; die Verbindung mit sheld, spere deutet jedoch auf ein Kriegswerkzeug. Cf. Hii that withinne were, the castel waste faste Mid arblast & mid other ginnes R. or G.. p. 549. 38. bi ys cop, by his head. Cf. Bi pe coppe he him nam Laz. I. 30 j. T. S. Judas v. 16. 39. Hue de Bigot. Hugo Bigod, Bruder des Marschalls, Grafen von Norfolk, Roger Bigod, hatte auf Seiten der Barone gestanden und war von ihnen 1258 zum Grossrichter von England gemacht, um überall die Oxforder Provisionen” durchzuführen; durch Simon's gebieterisches Benehmen aher ward er auf die Seite des Königs getrieben. Er floh nach der Schlacht mit Warenne.

S. 26.

40. twelfmoneth scot. Der Zwölfmonats. Schoss dient hier zum Bilde einer grossen Summe: er sollte es hier theuer büssen. 41. with his fot post. Der Zusammenhang lässt schliessen, dass das Zeitwort pot, welches vulgär und absichtlich mit Misachtung gebrancht scheint, etwa dem neue, tread, tramp, oder walk entspricht. Nordenglische Dialekte bieten noch pote, paut, paw, push or kick with the feet. Vgl. niederd. patjen, gehen, besonders vom Gange kleiner Kinder. Das Wort hat zwar zahlreiche Verwandte in verschiedenen Mundarten, lässt sich aber unmittelbar schwerlich auf ein altgermanisches Wort zurückführen. 44. loht = loth, loath. Die alte allitterirende Verbindung von "lieb oder leid", les or loth HAVELOK 2379, ags. fela.. leoses and lades Beov. 1060 Gr,, mhd. ez wære mir liep ode leit Iwein 295, ist noch im Nhd. gäng und gebe. Edward. Eduard, der 1233 geborene Sohn des Königs, später Eduard I. (1272 – 1307), führte bei Lewes das Centrum, siegte mit demselben, verdarb aber alles okirch zu hitzige Verfolgung des Feindes. Als er alles verloren sah, warf er sich in Schloss Lewes, musste sich aber bald ergeben und ward in Dower als Geissel gefangen gehalten. 45. sporeles, spurless. Das Reiten ohne Sporn deutet wohl auf Ehrlosigkeit; der ehrlose Ritter darf kein Schwert oder ritterlich Geräthe tragen, wobei auch Stiefel ohne Sporn genannt werden. GRIMM D, Rechtsalterth.

lyard, wird von Wright mit hack übersetzt; in den Notes p. 361 sagt er: the word may simply mean a horse. Warum soll aber nicht der edle, in der mittelalterlichen Dichtung so vielfach genannte Schimmel oder Apfelschimmel, afr. liart, mlat. liardus, als das vom Prinzen gewöhnlich gerittene Thier bezeichnet sein ? 47. breke fore-ward. So wird in dem oben angeführten lateinischen Gedichte Eduard bezeichnet als: Leo per superbiam, per ferocitatem ; Est per inconstantiam et varietatem Pardus, verbum varians et promissionem, Per placentem pallians se locutionem. Cum in arcto fuerit quidquid vis promittit; Sed mox ut evaserit, promissum dimittit. Testis sit Glovernia, ubi quod juravit Liber ab angustia statim revocavit etc. v. 431 sqq., worin die letzten Worte auf die Uebergabe von Gloucester an Prinz Eduard nnd seine Behandlung der Stadt zu beziehen sind. So wird ihm auch Betrug bei Northampton, welches am 3. April des vorigen Jahres vom König eingenommen war, vorgeworfen: Dolus Northamptoniæ vide quid nunc valet v. 465, worauf sich auch die Worte beziehen: Apud Northamptoniam dolo prosperati v. 47. 49, shreward, dishonest, wicked man. pe luper Edwolf was pe kynges broßer Edward, And vor pur hate ajen ys broßer, held as a ļssreward (R. Of Gl. p. 268. 50. forsake thyn emes lore. forsoke etc. forsookest thine uncle's teaching Wriget. Wir setzen statt forsoke den Imperativ, da der Sinn der Stelle sonst kaum zu enträthseln ist. Die Ermahnung an Eduard zum Aufgeben des Sinnes Richard's scheint dagegen dem Zusammenhange völlig angemessen.

p. 712.

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