Kosmos: Entwurf einer physischen Weltbeschreibung, Volume 2

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Cotta, 1847 - Astronomy
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Page 71 - Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Page 2 - Grieche ist zwar im höchsten Grade genau, treu, umständlich in Beschreibung derselben, aber doch gerade nicht mehr und mit keinem vorzüglicheren...
Page 71 - Werthers wie in den Erinnerungen an Italien , in der Metamorphose der Gewächse wie in seinen vermischten Gedichten ? Wer hat beredter seine Zeitgenossen angeregt, „des Weltalls heilige Räthsel zu lösen," das Bündniß zu erneuern, welches im Jugendalter der Menschheit Philosophie, Physik und Dichtung mit Einem Bande umschlang? Wer hat mächtiger hingezogen in das ihm geistig heimische Land, wo Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht. Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht...
Page 68 - Mit einem feinen ästhetischen Gefühle begabt, in sich bewahrend die lebensfrischen Bilder, welche auf Tahiti und anderen, damals glücklicheren Eilanden der Südsee seine Phantasie erfüllt hatten: schilderte Georg Forster zuerst mit Anmut die wechselnden Vegetationsstufen, die klimatischen Verhältnisse, die Nahrungsstoffe in Beziehung auf die Gesittung der Menschen nach Verschiedenheit ihrer ursprünglichen Wohnsitze und ihrer Abstammung.
Page 21 - Morgen röten, von der Schönheit des blauen Gletschereises, von der großartigen Natur der schweizerischen Landschaft ist keine Schilderung aus dem Altertum auf uns gekommen; und doch gingen ununterbrochen Staatsmänner, Heerführer, und in ihrem Gefolge Literaten durch Helvetien nach Gallien.
Page 29 - Die vaterländischen Dichter jener Epoche", sagt der letztere, „haben sich nirgends einer abgesonderten Naturschilderung hingegeben, einer solchen, die kein anderes Ziel hat, als den Eindruck der Landschaft auf das Gemüt mit glänzenden Farben darzustellen. Der Sinn für die Natur fehlte den altdeutschen Meistern gewiß nicht, aber sie hinterließen uns keine andere...
Page 3 - Naturdichtung als ein abgesonderter Zweig der Litteratur war den Griechen völlig fremd. Auch die Landschaft erscheint bei ihnen nur als Hintergrund eines Gemäldes, vor dem menschliche Gestalten sich bewegen.
Page 14 - Staatsmannes Geburtssitz, und die herrliche Umgebung hat gewiß auf seine Stimmung im Knabenalter gewirkt. Dem Menschen unbewußt, gesellt sich früh, was die umgebende, mehr oder minder anregende Natur in der Seele abspiegelt, zu dem, was tief und frei in den ursprünglichen Anlagen, in den inneren geistigen Kräften gewurzelt ist.
Page 110 - Vlüthe des frühen, die Früchte des späteren Jahres, Willst du was reizt und entzückt, willst du was sättigt und nährt, Willst du den Himmel, die Erde mit Einem Namen begreifen, Nenn' ich, Sakontala, dich, und so ist alles gesagt.

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