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:: herausgegeben

und

von .. .
Karl Franz Christian Wagner,
Doctor der Philosophie, der Griechischen und Lateinischen Literatur
und der Beredtsamkeit ordentlichem Professor, Paedagogiarchen und Di.
rector des Philologischen Seminars zu Marburg, so wie auch der natur-

forschenden Gesellschaft daselbst ausserordentlichem Mitgliede.

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: ; Ma r burg,
ei Joh. Christ. Krieger'und Co

1 8 2 8. i.

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Schon vor mehr als zwanzig Jahren, nicht
lange nach der Erscheinung meiner ersten im
Jahr 1802 herausgegebenen Englischen Sprach-
lehre, wurde ich in einem öffentlichen Blatte
dazu aufgefordert, eine Ausgabe des Vicar of
Wakefield mit Anmerkungen zu besorgen,
in welchen die Regeln jener Grammatik jedes-
mal nachgewiesen würden, durch die man über
die im Texte aufstofsenden schwierigeren Con-
structionsfälle Aufschluss erhielte. Die gleich
darauf erfolgende Umwälzung der Dinge und
meine nachherige Versetzung nach Marburg
machte es mir in den damaligen Zeiten un-
möglich, diesem Wunsche zu entsprechen; und
vielleicht würde ich mich in meiner jetzigen,

Lage nie zu dieser Arbeit entschlossen haben,
.. wenn ich nicht zufällig bei wiederholter' Le-
:::.sung des Vicar eine Menge sehr von einander :

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abweichender Lesarten gesammelt hätte, und so in den Stand gesetzt worden wäre, ein Werk

zu liefern, das dem bedächtigen und umsichtigen . Kritiker vielleicht Veranlassung geben möchte,

, manche von seinen in Betreff der Kritik bisher - gehegten Ansichten zu ändern, und' von eini

gen jetzt für dieselbė aufgestellten Grundsätzen :: abzugehen. Selbst mich hierüber zu äussern, yermeide ich, und überlasse es jedem, nach , Durchblätterung dieser, Ausgabe des Vicar of : Wakefield über diesen Punkt seine eigenen Be- : trachtungen anzustellen. Auffallend ist es gewiss im höchsten Grade, dass jetzt, da die schriftstellerischen Arbeiten durch die Presse vervielfältigt und fortgepflanzt werden, bei einem Werke, das im Jahr 1766 zuerst erschien, schon nach einem Zeitraum von 60 Jahren sich so viele abweichende Lesarten vorfinden. Zuerst überraschte mich in dieser Hinsicht eine zu Gla's go w im Jahr 1790 erschienene Ausgabe des Vicar, in welcher sich mir, selbst

von denen damals in Deutschland schon ans · Licht getretenen Ausgaben jenes Romans, kaum

möglich gedachte Abweichungen' darboten. ; . Meine Absicht war anfangs, sie alle anzumer-.. ken; allein da ich bald fand, dass aus ihnen nichts Erspriessliches zu schöpfen sei, so be- i: schränkte ich mich auf die ersten drei Kapi

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tel, bei denert ich sie auch alle hier habe mit abdrucken lassen. Andere und bessere Abweichungen von dem gewöhnlichen Text fanden sich in der zu London bei Cooke am Ende des vorigen Jahrhundertes (ohne Angabe der Jahrszahl) erschienenen Ausgabe: die vorzüglichsten Verbesserungen bat mir jedoch die von W. Scott besorgte Ausgabe dar,, von der

Arnold in Dresden den gegebenen Versiche- ! 1 rungen nach uns einen genauen und freuen 'Abdruck geliefert hat, an den ich daher, da,

ich der Original - Ausgabe nicht gleich habhaft werden konnte, mich gehalten und den ich als W. Scott's Ausgabe immer angeführt habe. Einige abweichende Lesarten habe ich auch in Ausgaben gefunden, die theils zu Wien, theils zu Paris ans Licht getreten sind.

Unter diesen Umständen schien es mir der Mühe werth zu sein, von einem so beliebten und so viel gelesenen Roman eine neue Ausgabe zu Tage zu fördern, in welcher alle diese verschiedenen Lesärten, nachdem sie kritisch und grammatisch gesichtet worden wären, niedergelegt, und dann, , um dem Anfänger die Lesung des Buches zu erleichtern, die Paragraphen in meiner Grammatik nachgewiesen würden, durch deren Einsicht die in der Sprache obwaltenden Schwierigkeiten gehoben, und

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