Kritik der Religion: zur Aktualität einer unerledigten philosophischen und theologischen Aufgabe

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Ingolf U. Dalferth, Hans-Peter Grosshans
Mohr Siebeck, 2006 - Philosophy - 420 pages
English summary: Present-day experiences with religion are ambivalent. The critique of religion in the modern age has to a large extent become religion's critique of the modern age. While it is true that a wholesale critique of religion hardly receives any response nowadays, what still matters is the development of differentiating arguments for dealing critically with religions and the religious practice of individuals and communities. The contributors to this volume of 18 essays discuss various approaches from the fields of philosophy, psychoanalysis and theology. Their goal is to establish criteria for doing a critical examination and evaluation of religion and the practice of religion in order to determine what is better and worse, acceptable and unacceptable about them. German description: Wahrend es noch vor wenigen Jahrzehnten in der westlichen Welt verbreitet war, Religionen als Traditionsbestande zu verstehen, die sich im Prozess der Moderne selbst erledigen, kann diese Sicht einer gleichsam unaufhaltsamen Sakularisierung und Auflosung der Religionen in modernen Gesellschaften heute grosstenteils als widerlegt gelten. Die Religionskritik der Moderne ist weithin zur Kritik der Religionen an der Moderne geworden. Religionen und ihre Praxis stehen heute kaum mehr unter prinzipiellem Legitimierungsdruck. Zugleich werden uns aber taglich die Ambivalenz der Religionen und ihre konstruktiven wie destruktiven Potentiale vor Augen gefuhrt. Fur pluralistische und liberale Gesellschaften stellt es eine Herausforderung dar, dass sich die lebensleitenden Uberzeugungen von Religionen der Uberfuhrung in verhandelbare Meinungen widersetzen und die Autonomieanspruche der Moderne sich zunehmend der Kritik der Religionen ausgesetzt sehen. Auch wenn eine grundsatzliche und pauschale Religionskritik heute mit Recht kaum noch Gehor findet, kann nicht darauf verzichtet werden, Kriterien fur einen differenzierten Umgang mit Religionen und ihrer religiosen Praxis zu entwickeln, um zu beurteilen, was an ihnen besser und schlechter, akzeptabel und inakzeptabel ist. In den 18 Beitragen dieses Aufsatzbandes geht es darum, welche religionskritischen Argumente heute noch stichhaltig sind und welche Kriterien sich fur den kritischen Umgang mit Religionen und der religiosen Praxis gewinnen lassen.
 

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Contents

JAN ROHLS
17
KRÜGER
53
JURE ZOVKO
83
ELISABETH HEINRICH
95
HEIKO SCHULZ
117
ARNE GRON
145
BRIGITTE BOOTHE
163
DOUGLAS HEDLEY
187
CHRISTIAN DANZ
259
TOM KLEFFMANN
285
REINER WIMMER
301
CHRISTOPH TÜRCKE
319
MATTHIAS PETZOLDT
329
PATRICK HORN DEWI Z PHILLIPS
351
TILMAN BEYRICH
377
Autorenhinweise
403

FOLKART WITTEKIND
219
CHRISTIANE TIETZ
243

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About the author (2006)

Ingolf U. Dalferth, Geboren 1948; 1977 Promotion; 1982 Habilitation; seit 1995 Ordinarius fur Systematische Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie an der Universitat Zurich und Leiter des Instituts fur Hermeneutik und Religionsphilosophie; seit 2008 auch Danforth Professor of Philosophy of Religion an der Claremont Graduate University in Kalifornien.Hans-Peter Grosshans, Geboren 1958; Privatdozent fur Systematische Theologie an der Universitat Tubingen; wiss. Mitarbeiter an der Forschungsstatte der Evang. Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg; 2005/06 Gastprofessur an der Universitat Zurich.

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