Vergleichende grammatik des sanskrit, ṣend, armenischen, griechischen, lateinischen, litauischen, altslavischen, gothischen und deutschen, Volume 1 (Google eBook)

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F. Dümmler, 1868 - Indo-European languages
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Page iii - Ich beabsichtige in diesem Buche eine vergleichende, alles Verwandte zusammenfassende Beschreibung des Organismus der auf dem Titel genannten Sprachen, eine Erforschung ihrer physischen und mechanischen Gesetze und des Ursprungs der die grammatischen Verhältnisse bezeichnenden Formen.
Page 202 - Fülle der Entwicklung kann ins Unbestimmbare sich aus„breiten und ist oftmals in der That bewundernswürdig „reich. Alles aber, was auf diese "Weise aus der einfachen „Wurzel hervorgeht, behält noch das Gepräge seiner Ver„wandtschaft, hängt zusammen, und so trägt und erhält „sichs gegenseitig.
Page 200 - M (§§. 6, 7), gehört nicht zur Bezeichnung grammatischer Verhältnisse, die klarer angedeutet sein wollen, sondern, wie ich glaube beweisen zu können, nur der Mechanik, der Symmetrie des Formenbaues an.
Page 206 - Anscheine nach, noch nackte Wurzel ist und die grammatischen Kategorien und Nebenverhältnisse der Hauptsache nach nur aus der Stellung der Wörter im Satze erkannt werden können. Zweitens, Sprachen mit einsylbigen Wurzeln, die der Zusammensetzung fähig sind, und fast einzig auf diesem Wege ihren Organismus, ihre Grammatik gewinnen.
Page 204 - Schlegel (1. c.) drei Klassen aufstellen, dieselben jedoch so unterscheiden: Erstens, Sprachen ohne eigentliche Wurzeln und ohne Fähigkeit zur Zusammensetzung und daher ohne Organismus, ohne Grammatik. Hierher gehört das Chinesische, wo alles, dem Anscheine nach, noch nackte Wurzel ist*) *) Ich sage „dem Anscheine nach", denn wirkliche Wurzeln kann man dem Chinesischen, wie ich jetzt glaube, in Abweichung von meiner früheren Darstellung (erste Ausgabe p.
Page iv - ... in der That eine neue Epoche eintreten durch die Entdeckung eines neuen sprachlichen Welttheils, nämlich des Sanskrit*), von dem es sich erwiesen hat, dafs es in seiner grammatischen Einrichtung in der innigsten Beziehung zum Griechischen, Lateinischen, Germanischen eto.
Page iii - In den meisten Fällen ergibt sich die Urbedeutung und somit der Ursprung der grammatischen Formen von selbst, durch die Erweiterung unseres sprachlichen Gesichtskreises und durch die Confrontirung der seit Jahrtausenden von einander getrennten, aber noch unverkennbare Familienzüge an sich tragenden Stammschwestern.
Page 243 - Wurzel ausdrückt, haftet; und am naturgemäfsesten hat man daher in den Wortbildungselementen Pronomina zu erwarten, als Träger der Eigenschaften, Handlungen, Zustände, welche die Wurzel in abstracto ausdrückt.
Page 243 - Glauben an ihre unerkennbare Natur entgegentreten wollen. Natürlicher ist es , dafs sie Bedeutung haben oder hatten, und dafs der Sprachorganismus Bedeutsames mit Bedeutsamem verbinde. Warum sollte die Sprache accessorische Begriffe nicht auch durch accessorische, an die Wurzel herangezogene Wörter bezeichnen?
Page 202 - In der indischen oder griechi„schen Sprache ist jede Wurzel wahrhaft das, was der Name „sagt, und wie ein lebendiger Keim; denn weil die Ver„hältnifsbegriffe durch innere Veränderung bezeichnet wer„den, so ist der Entfaltung freier Spielraum gegeben, die „Fülle der Entwicklung kann ins Unbestimmbare sich aus„breiten und ist oftmals in der That bewundernswürdig „reich.

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